Messung elektromagnetischer Felder

Elektromagnetische Felder messen – Anleitung für Anfänger:innen

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Bei der Messung elektromagnetischer Felder gibt es zwei Arten von Feldern zu unterscheiden – das elektrische Feld und das magnetische Feld eines Leiters, außerdem werden noch “niederfrequente” oder “hochfrequente” Felder unterscheiden, die sich in ihrem Verhalten und Wirkung grundlegend unterscheiden.
Um Ihnen hier ein grundlegendes Verständnis und eine einfache Messung zu ermöglichen, habe ich diesen Artikel geschrieben. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und gute Erkenntnisse beim Lesen.

Messung hochfrequenter Felder

Bei hochfrequenten Feldern treten elektrisches und magnetisches Feld praktisch gemeinsam als elektromagnetische Welle auf, deshalb wird bei Messung und bei gesundheitlicher Betrachtung deshalb meist die gesamte elektromagnetische Exposition aus elektrischem und magnetischem Feld zusammen betrachtet.

Quellen für hochfrequente Felder im Haushalt ist Kommunikationstechnik – etwa WLAN-Router, Bluetooth-Kopfhörer, Mobilfunk-Basisstationen und DECT-Telefone.
Geräte mit stärkerer Exposition können Smartphones direkt am Kopf beim Telefonieren oder medizinische Geräte sein. Eine besonders starke Quelle im Haushalt kann der Mikrowellenherd sein.

Hochfrequenz Elektrosmog Messgerät

Das Messgerät HF35C ist ein geeignetes Messgerät für die Messung.

Die elektromagnetische Feldstärke nimmt mit zunehmendem Abstand zur Quelle stark ab. Deshalb ist eine Messung direkt neben etwa einem WLAN-Router wenig aussagekräftig für die tatsächliche Belastung im Alltag. Sinnvoll ist die Messung an Orten, an denen Sie sich länger aufhalten – etwa im Kinderzimmer, im Bereich Ihres Bettes, oder an Ihrem Schreibtisch.

Hochfrequente Felder verteilen sich in Innenräumen oft ungleichmäßig. Reflexionen an Wänden, Metallflächen oder Fenstern können lokale Maxima und Minima erzeugen.
Meine Empfehlung:

  • Messen Sie an mehreren Positionen im Raum
  • Bewegen Sie das Gerät langsam
  • Messen Sie nicht unmittelbar an einer Quelle, etwa einem WLAN-Router oder einem Mikrowellen-Herd.
  • Beachten Sie eher den Mittelwert als Extremwerte.
Niederfrequenz Messgerät elektromagnetische Feder

Niederfrequente Felder

Quellen niederfrequenter Felder sind typischerweise Energieanlagen – etwa die Elektroinstallation und Elektrogeräte im Haushalt, insbesondere Induktionsherd, Hausinstallation in Wänden, Verlängerungskabel, Hochspannungsleitungen und Bahnstrom.

Das magnetische Felde ist vom aktuellen Stromfluss durch eine Leitung abhängig: Je größer der Strom in einer Leitung, desto stärker ist das magnetische Feld. Zur Messung eines Magnetfeldes sollten Sie also genau dann messen, wenn Sie eine maximale Belastung der Leitung vermuten, im Zweifel Ihre Messung zu späteren Zeitpunkten wiederholen.

Zur Messung bewegen Sie sich mit dem Messgerät am besten durch ihren Wohnraum, notieren sie ihre momentanen Messwerte am besten in einem Protokoll. Wiederholen Sie diese Messung möglichst mehrfach, da die stärke der elektromagnetischen Felder von der aktuellen Leistung von Geräten oder Leitungen abhängig ist. Durch mehrfache Messung erhalten Sie eine realistische Betrachtung, wie groß die Belastung durch magnetische Wechselfelder tatsächlich ist.

Elektrisches Feld

Das elektrische Feld ist im Wesentlichen von der Spannung eines Leiters und vom Abstand dazu abhängig. Eine elektrische Leitung, die unter Spannung steht aber durch die kein Strom fließt, hat eine elektrisches Feld, aber kein magnetisches Feld.
Innerhalb eines Hauses sind in der Regel sind elektrische Felder durch die 230 Volt Elektroinstallation die Hauptquelle – und nur im unmittelbaren nach Nahbereich von Relevanz, da die Feldstärke mit zunehmendem Abstand schnell abnimmt. Einige elektrische Geräte, wie etwa die zunehmend von LED verdrängten Leuchtstoffröhren, können ein stärkeres elektrisches Feld erzeugen.
Bei Hochspannungsleitungen, Überlandleitungen und Bahnstrom ist das elektrische Feld im Nahbereich, bis etwa 50 m Abstand, relevant.

Da sie Spannung in der Regel gleichbleibend ist, kann bei der Messung elektrischer Felder kann also von zeitlicher Unveränderlichkeit ausgegangen werden.

Meine Empfehlung: Niederfrequente elektrische Felder sind unter gesundheitlichen Aspekten eher uninteressant, ihr Einfluss kann zudem durch Einhalten von Abstand zu elektrischen Leitungen einfach minimiert werden.

Möchten Sie elektrische Felder messen, dann bewegen Sie sich mit dem Messgerät durch den Raum und achten Sie auf die Anzeige.
Bei Hochspannungsleitungen oder Fahrleitungen der Bahn, die in unmittelbarer Nähe des Hauses verlaufen, sollten Sie im Haus und im Freien messen. Das Messgerät ME3830B in der Einstellung “elektrische Wechselfelder” ist ein geeignetes Messgerät für diese Messung.

Beurteilung der Messergebnisse

Bei der Betrachtung sollte neben den Maximalwerten auch die zu erwartende Exposition sein – das heißt die zu erwartende Magnetfeldstärke und die zu erwartende Zeit, in der die jeweilige Magnetfeldstärke auf Menschen wirkt. Ist die gemessene maximale Magnetfeldstärke eher ein kurzzeitiges Ereignis oder wirkt diese Magnetfeldstärke über längeren Zeitraum des Tages? Beide Faktoren sollten Sie in Ihrer Betrachtung berücksichtigen.

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